Historie
Der 17. März 1753 war der Tag der Grundsteinlegung zur heutigen Kirche, nachdem zuvor in fünf Tagen der gesamte Bau der früheren Kirche bis auf den Turm niedergelegt wurde. Der Grundstein bekam in der Ecke rechter Hand der vorderen Haupttüre seinen Platz.
Der 27. Oktober 1754 war der Tag der offiziellen Einweihung der Kirche. An diesen Tag erinnert jedes Jahr die 'Dietzenbacher Kerb', welche als eine der Traditionsveranstaltungen der Stadt immer Ende Oktober/Anfang November gefeiert wird.
In den ausführlichen Aufzeichnung welche über die Jahre zu dieser Kirche gesammelt und nun Zeitzeuge des Baugeschehens sind, wird der Kirchturm immer wieder erwähnt. Ursprünglich handelte es sich um einen freistehenden wehrhaften Glockenträger. Dem Bauwerk wird in den übermittelten Dokumenten ein hohes Alter zugesprochen. Tatsächlich ist der aus dem Mittelalter stammende Turm der älteste Teil der heutigen Kirche. Anhand der Mauertechnik und der Art der Schallöcher ist er jedoch in seinem Alter nicht vor 1400 zu datieren, wie man heute durch Forschungen herausgefunden hat.
Im heutigen Kirchgarten und somit um das gesamte Gebäude befang sich früher der Friedhof des Dorfes. Dies läßt sich heute immer noch an einigen alten und teilweise schlecht lesbaren Grabplatten in den Begrenzungsmauern des Grundstückes erkennen. Im Jahre 1825 wurde mit steigender Einwohnerzahl die 'Friedhofs-Funktion' des Kirchgartens geschlossen und man verlagerte den Friedhof an seinen heutigen Platz vor dem Dorf.
An der Darmstädter Straße erinnert immer noch ein Gedenkstein an den deutsch-französischen Krieg in den Jahren 1870 und 1971. Auf dem Stein sind die Namen jener Dietzenbacher aufgezeichnet, die damals gefallen sind.
Die Gemeinde
Die Christuskirchengemeinde wurde um das Jahr 1545 erstmals erwähnt. Sie ist die älteste alle evangelischen Gemeinden in Dietzenbach, da diese Kirche zu Anfangszeiten den Mittelpunkt des Dorfes darstellte. Die Gemeinde umfaßt rund 4000 Mitglieder mit einer Vielzahl an Gemeindegruppen.
Mit ca. 180 Mitgliedern ist die Frauenhilfe eine der größten Vereinigungen dieser Art in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Sie widmet sich der Diakonie und unterstützt soziale Einrichtungen, wie z.B. die Nieder-Ramstädter-Heime.
Ein traditioneller Schwerpunkt bildet die Kirchenmusik. Der Kirchenchor, der Kantatenchor, die Junge Kantorei und zwei Kinderchöre tragen zur Gestaltung der Gottesdienste bei und führen regelmäßig wiederkehrende musikalische Veranstaltungen wie Konzerte, Sommerserenaden und Weihnachtssingen durch.
Auch die Kinder- und Jugendarbeit genießt einen hohen Stellenwert und wird inzwischen sogar durch einen Gemeindepädagogen betreut.
In diesem Zusammenhang zu erwähnen ist der Kindergottesdienstkreis, eine Kinder- und Teenagergruppe sowie der Konfi-Club mit ehemaligen Konfirmanden. Regelmäßig findet ein Theologischer Gesprächskreis statt.
Die Theatergruppe führt alljährlich ein jeweils neu einstudiertes Bühnenstück auf. Der Arbeitskreis Patchwork fertigt in Handarbeit Quilts an. Der Erlös für diese Quilts wird zum großen Teil sozialen Einrichtungen zur Verfügung gestellt.